Angewandte Ayurveda Psychologie: Practitioner
Warum ich als ein anderer Mensch nach Hause gekommen bin.
Eigentlich wollte ich nach Schloss Vietgest fahren, um etwas Neues zu lernen.
Heute weiß ich: Ich bin nicht nur mit neuem Wissen nach Hause gekommen. Ich bin mit mehr Vertrauen, mehr Leichtigkeit und einer tiefen Dankbarkeit zurückgekehrt.
Während ich diese Zeilen schreibe, fällt es mir noch immer schwer, die richtigen Worte zu finden. Manche Erfahrungen lassen sich nicht erklären. Man kann sie nur fühlen.
Diese Ausbildung war für mich weit mehr als eine fachliche Weiterbildung. Sie war eine Reise zu mir selbst.
Was ist Angewandte Ayurveda Psychologie?
Viele Menschen verbinden Ayurveda mit Ernährung, Kräutern, Massagen oder Yoga. Doch Ayurveda ist so viel mehr.
Die jahrtausendealte Gesundheitslehre betrachtet den Menschen als Ganzes: Körper, Geist und Bewusstsein sind miteinander verbunden.
Unsere Gedanken beeinflussen unseren Körper. Unsere Gefühle wirken auf unsere Gesundheit. Und unser Körper erzählt oft eine Geschichte, lange bevor unser Verstand sie versteht.
Die Angewandte Ayurveda Psychologie verbindet dieses Wissen mit modernen Coachingmethoden und Persönlichkeitsentwicklung. Sie bezieht immer auch den Körper mit ein. Sie hilft dabei, unbewusste Muster zu erkennen, innere Zusammenhänge besser zu verstehen und die eigenen Ressourcen wiederzuentdecken.
Dabei geht es nicht darum, Menschen zu verändern oder zu reparieren.
Es geht darum, den Mut zu finden, sich zu öffnen, hinzusehen und sich so selbst wieder näherzukommen.
Auf dem Foto sind unsere Coaches:
rechts außen: Bastian
in der Mitte: Madeleine
links außen: Danny

Diese Reise begann schon vor vielen Jahren
Während ich mich von Vietgest immer weiter entferne, habe ich all die Bilder vor Augen. Auch wenn es nur ein kurzer Moment war .. bezogen auf mein Leben, wird mir bewusst: Diese Ausbildung begann nicht erst auf Schloss Vietgest.
Sie begann vor langer Zeit mit jedem Schritt, den ich gegangen bin, jeder einzelnen Ausbildung. Sie mündet hier final mit einem großen Auftritt.
Nie hätte ich in all den Jahren gedacht, dass dies mein Weg ist. Wohin er mich führt.
Alles gehört dazu. Alles war notwendig.
Meine ersten Begegnung mit Yoga.
Die ersten Kontakte mit Ayurveda.
Die Marmapunkte.
Die Massagen.
Jede Weiterbildung.
Jede Herausforderung.
Alles gehört zusammen. Und auf einmal schließt sich alles auf wundersame Weise zusammen wie ein Kreis, der alles einsammelt und zu einem zusammenfügt.
Für mich fühlt es sich so an. Eine ganz klare Bewegung. Alles macht auf einmal Sinn.
Einer meiner wichtigsten Momente: Angst
Während dieser Ausbildung bin ich meiner eigenen Angst vor Neuem begegnen.
Was ist das?
Schwierig zu sagen. Denn es war nicht die Angst vor z.B. dieser Ausbildung. Die war ja auch neu.
Es war eine andere Angst.
Die Angst, die alles durchdenkt.
Die vorausplant.
Die immer wissen möchte, was passieren könnte.
Was ist, wenn …?
Bin ich vorbereitet?
Habe ich an alles gedacht?
Diese Stimme kenne ich gut.
Sie möchte mich schützen.
Sie möchte Sicherheit schaffen.
Und gleichzeitig weiß ich: Genau dadurch habe ich mir manchmal auch schöne Erfahrungen genommen.
Ich reise mit viel zu großem Gepäck.
Ich überlege Situationen lieber mehrfach.
Manches vermeide ich lieber ganz.
Während eines Coachingformats durfte ich dieser Angst begegnen.
Nicht nur mit meinem Verstand.
Sondern mit meinem Körper.
Wo sitzt diese Angst?
Wie fühlt sie sich an?
Welche Farbe hat sie?
Fragen. Die jedoch dazu führen, hinzusehen und hinzufühlen. Was ist es wirklich, wenn ich mich darauf einlasse? Was dort verborgen lage, ist ein Teil von mir. Ein Teil, der mich viele Jahre in gewisser Weise beschützt hatte.
Und irgendwie habe ich darauf gewartet - doch dieser Teil auch, dass ich ihn loslasse., dass ich erkläre, dass ich ihn nicht mehr brauche. Ich bin irritiert. Doch genau das ist passiert.
Und dann? Lief er einfach davon.
Nicht traurig.
Nicht schwer.
Sondern wie ein Kind, das endlich spielen gehen darf.
Dank meines Coaches, habe ich mich dann noch bedankt, obwohl ich das erst gar nicht wollte. Doch auch das war ein wichtiger Schritt. Danke für alles, was dieser Anteil für mich getan hatte.
Und dann? Stellte sich umgehend ein unglaublich leichtes Gefühl ein.
So leicht, dass ich heute tatsächlich nach Fernreisen schaue. Mein Mann ist etwas irritiert. Ich freue mich einfach.


Wenn Erkenntnisse sichtbar werden
Ein weiterer Moment hat mich tief bewegt.
Bastian Wittig führte verschiedene Coachingformate live mit Teilnehmerinnen aus unserer Gruppe durch.
Wir saßen dabei und beobachteten, wie etwas in Bewegung kam.
Erinnerungen, Gefühle, Körperwahrnehmungen, Erkenntnisse.
Es war fast wie ein Film. Nur live.
Und ich durfte etwas Wichtiges lernen:
Der Client findet seine Läösung selbst.
Jeder Mensch trägt seinen eigenen Weg bereits in sich.
Wir stellen Fragen und halten den Raum, damit die eigene Antwort entstehen darf.
Losgelassen
Wann hast du zuletzt wild getanzt? Laut gesungen? Einfach gemacht, ohne darüber nachzudenken, was andere denken könnten?
Auch das gehörte dazu.
Ich dachte: Wenn nicht jetzt – wann dann?
Ich tanzte, sang und ließ los.
Und irgendwann öffnete ich meine Augen.
Vor mir: Natur, grüne Bäume, Wasser und ein Reh. Dieser Moment war unbeschreiblich.
Ich war einfach da, ganz im Augenblick. Und ich dachte: Ich bin hier. Ich bin am Leben.

Gold auf meinem Herzen
Jeder Morgen begann mit einer Meditation.
Doch diese Meditationen waren anders als alles, was ich bisher erlebt hatte.
Bastian integrierte Marmapunkte in die Meditation. Punkte am Kopf, an der Stirn und am Bauchnabel. Als Marmatherapeutin hat mich das natürlich besonders berührt.
Und dann kam dieser Moment:
Wir meditierten mit feinem Gold auf unserem Herzen. Ja, wirklich. Gold.
Ich kann kaum beschreiben, wie sich das angefühlt hat.
Es war eine Wärme, die ich nicht nur auf der Haut gespürt habe, sondern tief in meinem Körper. Gold. Licht. Ein innerer Glanz.
Stell dir vor, du trägst dieses Gold auf deinem Herzen.
Nicht als Schmuckstück. Sondern als Gefühl. Als Erinnerung daran, dass etwas Wertvolles bereits in dir ist. An dein Herz und dein eigenes Licht.
Genau für solche Momente bin ich unglaublich dankbar.
Der Ort, der diese Erfahrungen getragen hat
Auch Schloss Vietgest selbst hat diese Tage geprägt.
Es war nicht einfach nur ein Ausbildungsort. Sondern ein Ort zum Ankommen. Mit Stille, viel Raum, wundervoller Natur.
Nach intensiven Momenten einfach nach draußen zu gehen, tief durchzuatmen und nur zu sein – das hat diese Woche besonders gemacht.
Miriam Hager hat mit viel Liebe einen Ort geschaffen, an dem Menschen sich willkommen fühlen dürfen.
Gemeinsam mit Karim El-Fechtali hat sie einen Raum entstehen lassen, der getragen war von Herzlichkeit.
Karim begleitete uns mit seiner fröhlichen Art und seiner Kochkunst.
Die gemeinsamen Mahlzeiten auf der Terrasse mit Blick in die Natur waren unsere Ankerplätze. Wir saßen zusammen, tauschten uns aus, lachten, schwiegen, ließen Erfahrungen nachwirken. Alles im großartigen Rahmen dieses Schlosses.
Und dies alles zusammen macht Vietgest so unvergeßlich.
Ich bin mir sicher, dass alle Teilnehmer genau so empfunden haben.
Als ich kam war es ein Schloß, wie es so viele in der Gegend gibt.
Als ich fuhr hatte dieser ganze Ort genauso etwas mit der Ausbildung und der Wandlung zu tun. Und so bleibt der Name Vietgest verbunden mit diesen besonderen Gefühl.


Schraubgläser
Bastian hat in dieser Woche immer wieder gefragt: "Was nimmst du mit in deinen Alltag? Woran erkennt man, dass sich etwas geändert hat?"
Manches lässt sich nicht sofort in Worte fassen. Aber manches zeigt sich erstaunlich schnell.
Bei mir war es ausgerechnet meine Küche:
Ich stand vor einem Regal voller Schraubgläser. Du kennst sie bestimmt auch – diese Gläser, die man aufhebt, weil sie irgendwann bestimmt noch einmal nützlich sind.
Ich hatte ungefähr 48 davon. Natürlich alle aus gutem Grund aufgehoben. Schließlich sind sie praktisch.
Während ich sie anschaute, musste ich plötzlich lächeln. Loslassen beginnt nicht immer mit den großen Themen. Manchmal beginnt es mit einem Schraubglas. Also habe ich aussortiert.
Heute stehen noch 12 im Regal. Und weißt du was? Das fühlt sich richtig gut an.
Vielleicht klingt das nach einer Kleinigkeit. Für mich war es das nicht.
Es war ein erster Schritt, das Gefühl von Klarheit und Leichtigkeit aus dieser Ausbildungswoche mit nach Hause zu nehmen.
Veränderung beginnt oft nicht mit einer großen Entscheidung.
Sondern mit einem kleinen Moment, in dem wir uns fragen:
"Brauche ich das wirklich noch?"
Und manchmal gilt diese Frage nicht nur für Dinge.
Antje
Ein besonderer Dank gilt meiner Buddy Antje.
Sie war vom ersten Tag an an meiner Seite. Nicht nur mit Worten, sondern mit echter Präsenz. Sie spürte, wenn etwas in Bewegung war, hörte zu und war da.
Für Gespräche, eine Umarmung, gemeinsames Schweigen, zum Auffangen und Aufmuntern.
Aus einer zunächst fremden Person wurde innerhalb ganz kurzer Zeit eine wertvolle Wegbegleiterin.
Danke, liebe Antje, dass du diesen Weg mit mir gegangen bist.
Was diese Zeit bedeutet
Seit vielen Jahren begleite ich vor allem Frauen mit Marmatherapie, Yogatherapie, Ayurveda und inzwischen auch mit der Lomi Massage.
Dabei erlebe ich immer wieder: Jede Frau ist mehr als ihr Körper.
Hinter Verspannungen, Erschöpfung oder Schmerzen liegen Geschichten, die gesehen werden möchten.
Die Zeit in Vietgest hat meinen Blick erweitert.
Ich möchte Frauen nicht reparieren, sondern einen Raum öffnen.
Einen Raum, in dem Gefühle sein dürfen.
Einen Raum, in dem wir verstehen können, was unser Körper uns sagen möchte.
Einen Raum, in dem wir uns selbst wieder finden.
Für mich ist genau das gelebter Ayurveda.
Diese Ausbildung hat mir viele Erkenntnisse geschenkt.
Dass jeder Mensch seinen eigenen Weg geht.
Dass wir keine Antworten vorgeben müssen.
Dass der Körper mit uns spricht, wenn wir bereit sind zuzuhören.
Dass wir uns gegenseitig tragen können.
Wir dürfen uns zuhören.
Wir dürfen uns bestärken.
Wir dürfen uns lieben.
Und sein, wer wir wirklich sind.
Du kennst diese Frage. Beantworte sie: Wer bist du?
Von Herzen Danke
Mein tiefster Dank gilt Bastian Wittig, der diese Ausbildung mit so viel Liebe, Klarheit, Wissen und Menschlichkeit geschaffen hat.
Danke an Madeleine Dröge und Danny Arnold für eure liebevolle Begleitung, den Raum, den ihr uns gegeben habt und eure Präsenz, immer zur rechten Zeit für uns da zu sein.
Danke Martin Lau für die grandiosen Berührungsimprovisationen.
Danke an Miriam Hager und Karim El-Fechtali, die Schloss Vietgest zu einem Ort gemacht haben, an dem wir uns willkommen und getragen fühlen durften.
Danke Antje.
Und danke an Simone, Christina, Evgenia, Jannik, Katha, Karoline, Juta, Ute, Juliane, Hendrik, Randolf, Katja, Monika - danke, dass ihr dies mit eurem Mut und eurem Herzen möglich gemacht habt.
Ihr alle habt diese Zeit zu etwas gemacht, das weit über Worte hinausgeht.
Zu Hause
Ich trage diese Zeit in meinem Herzen und ich bin so unfaßbar froh, dass ich die Gelegenheit und Möglichkeit hatte. Danke an dieser Stelle auch besonders an meinen Mann.
Veränderung beginnt dort, wo wir den Mut haben, uns selbst ehrlich zu begegnen.
Ich bin Licht. Ich bin Liebe. Ich bin das Leben.
Von Herzen.
Carola.
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