Draußen stürmt es, die Temperaturen sinken und die Tage werden spürbar kürzer. Der Herbst ist im Ayurveda eine besondere Zeit: die Vata-Zeit. Jetzt stehen Qualitäten wie Kälte, Trockenheit, Leichtigkeit und Bewegung im Vordergrund. Umso schöner kann es sein, dem Körper bewusst Wärme, Ruhe und nährende Zuwendung zu schenken.

Vielleicht bemerkst du es selbst: Im Herbst verändert sich unser Bedürfnis nach Rückzug. Wir suchen häufiger die Wärme, machen es uns gemütlich und sehnen uns nach Momenten, in denen wir einfach einmal zur Ruhe kommen können.

Ayurveda gibt uns für diese Jahreszeit einige schöne Impulse. Dazu gehören warme Mahlzeiten, regelmäßige Tagesabläufe, bewusste Ruhezeiten und die traditionelle Anwendung warmer Öle.

Ein Öl, das ich in dieser Jahreszeit besonders gerne für meine ayurvedischen Massagen verwende, ist Dhanvantaram Thailam.

Was mich daran besonders begeistert? Nicht nur seine traditionelle Rezeptur, sondern auch das Gefühl, das es bei einer Massage hinterlässt. Und das kann ich nicht nur selbst beschreiben. Eine Klientin hat es diese Woche während ihrer Massage wunderbar auf den Punkt gebracht.

Wenn draußen alles in Bewegung ist

Der Herbst hat etwas Bewegtes.

Der Wind wirbelt die Blätter durcheinander, die Temperaturen verändern sich, das Licht wird anders und die Natur beginnt langsam, sich zurückzuziehen.

Im Ayurveda werden diese Qualitäten traditionell mit Vata verbunden.

Vata wird mit den Elementen Luft und Raum in Verbindung gebracht und steht unter anderem für Bewegung, Leichtigkeit und Veränderung.

Die ayurvedische Lehre empfiehlt deshalb, in dieser Jahreszeit besonders auf einen Ausgleich zu achten. Wärme, Öligkeit, Ruhe und Regelmäßigkeit können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Das muss gar nicht kompliziert sein.

Eine warme Suppe. Dicke Socken. Ein ruhiger Abend ohne Termine. Oder eine wohltuende Massage mit warmem Öl.

Manchmal sind es gerade die einfachen Dinge, die uns daran erinnern, wieder besser auf uns selbst zu achten.

Dhanvantaram Thailam: Ein besonderer Begleiter durch den Herbst

Dhanvantaram Thailam ist ein traditionelles ayurvedisches Kräuteröl mit einer komplexen Rezeptur.

Als Grundlage dient Sesamöl, das bei dieser Rezeptur traditionell zusammen mit Kuhmilch und zahlreichen Kräutern, Wurzeln und Gewürzen verarbeitet wird. Je nach Rezeptur und Herstellungsweise kommen mehr als 30 verschiedene pflanzliche Bestandteile zum Einsatz.

Die Herstellung erfolgt nach traditionellen Verfahren, bei denen die einzelnen Bestandteile aufwendig miteinander verarbeitet werden.

Zu den bekannten Bestandteilen gehören Bala und Dashamoola.

Bala – die „Kraft“

Bala, botanisch Sida cordifolia, ist eine Pflanze, die im Ayurveda traditionell geschätzt wird. Ihr Name bedeutet sinngemäß Kraft. Sie ist Bestandteil verschiedener ayurvedischer Rezepturen und wird traditionell mit stärkenden und nährenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Dashamoola – die zehn Wurzeln

Dashamoola bezeichnet eine traditionelle Kombination aus zehn verschiedenen Wurzeln. Die Rezeptur gehört zu den bekannten Bestandteilen des Ayurveda und wird traditionell unter anderem im Zusammenhang mit Vata und dem Bewegungsapparat verwendet.

Mich fasziniert an solchen Kräuterölen, dass hinter ihnen eine lange Anwendungstradition und eine sorgfältig entwickelte Rezeptur stehen.

Doch bei meiner Arbeit interessiert mich noch etwas anderes: Wie fühlt sich das Öl an? Wie lässt es sich verarbeiten? Und wie erlebt die Frau, die auf meiner Massageliege liegt, die Berührung?

„Oh, das fühlt sich gut an! So samtweich und angenehm …“

Diesen Satz sagte eine Klientin diese Woche während ihrer Massage.

Und ich musste lächeln, denn genau das empfinde ich selbst, wenn ich mit Dhanvantaram Thailam arbeite.

Das Öl fühlt sich wunderbar weich und sanft auf der Haut an. Es hat eine geschmeidige Textur, lässt sich angenehm verteilen und macht die Massage auch für mich zu einem besonderen Erlebnis.

Meine Hände gleiten weich über die Haut. Die Bewegungen lassen sich fließend ausführen, und ich kann mich ganz auf die Berührung konzentrieren.

Ein Öl, das offenbar beiden guttut: der Frau, die massiert wird, und mir als Masseurin.

Der Punkt liegt am unteren Ende des Brustbeins

Was mir außerdem gefällt, ist sein Duft.

Man nimmt die Kräuter dezent wahr, aber es ist nicht dieser schwere, intensive Duft, den manche ayurvedischen Öle mitbringen. Das macht es für mich zu einem angenehmen Begleiter bei meinen Massagen.

Und dann ist da noch eine kleine Beobachtung, die mich überrascht hat: Selbst zwei Stunden nach einer Massage fühlen sich meine Hände noch angenehm warm an. Nicht heiß, sondern auf eine ganz sanfte, angenehme Weise.

Das ist meine persönliche Wahrnehmung bei der Arbeit mit diesem Öl. Eine besondere Wirkung auf die Körpertemperatur lässt sich daraus natürlich nicht ableiten.

Ich mag solche Momente aus meiner Praxis. Sie zeigen mir, wie unterschiedlich und zugleich fein wir Berührung wahrnehmen können.

Manchmal braucht es keine großen Worte. Ein „Das fühlt sich gut an“ sagt schon sehr viel.

Eine Massage ist manchmal mehr als eine Massage

Wenn ich eine ayurvedische Massage gebe, geht es für mich nicht nur darum, Öl auf die Haut zu bringen.

Es geht um Zeit. Um Wärme. Um bewusste Berührung.

Und darum, für einen Moment aus dem „Ich muss noch schnell …“ auszusteigen.

Das warme Öl auf der Haut, die achtsamen Bewegungen und die Ruhe können dabei helfen, den Alltag für eine Weile in den Hintergrund treten zu lassen.

Vielleicht merkst du erst während einer Massage, wie angespannt du vorher warst. Vielleicht genießt du einfach die Wärme und das Gefühl, einmal nichts tun zu müssen.

Für mich ist das ein wichtiger Teil meiner Arbeit: einen Raum zu schaffen, in dem du dich entspannen und deine Aufmerksamkeit wieder auf dich selbst richten kannst.

Gerade im Herbst, wenn draußen vieles ungemütlicher wird, kann eine solche Auszeit besonders schön sein.

Warum gerade die Füße?

Unsere Füße tragen uns durch den ganzen Tag.

Sie bringen uns zur Arbeit, zum Einkaufen, durch Spaziergänge, nach Hause und durchs Leben. Und trotzdem bekommen sie häufig erstaunlich wenig Aufmerksamkeit.

Eine warme Ölmassage der Füße kann deshalb eine besonders schöne Möglichkeit sein, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Im Ayurveda wird die traditionelle Fußmassage als Padabhyanga bezeichnet. Sie gehört zur ayurvedischen Selbstfürsorge und wird traditionell besonders mit Vata in Verbindung gebracht.

Für mich steckt darin noch etwas ganz Einfaches:

Wir schenken einem Körperteil Aufmerksamkeit, der uns jeden Tag trägt.

Während der Massage darfst du einfach liegen, die Wärme wahrnehmen und die Berührung genießen. Du musst nichts leisten und nirgendwohin.

Es ist ein Moment, in dem du dich einmal nicht um alles andere kümmern musst.

Herbst-Selbstfürsorge: Es darf langsamer werden

Vielleicht ist das überhaupt eine der schönsten Botschaften, die wir aus dieser Jahreszeit mitnehmen können.

Die Natur macht es uns vor. Die Bäume halten nicht fest. Sie lassen los. Die Tage werden kürzer, und die Natur wird stiller.

Auch wir dürfen uns fragen:
Wo darf ich in diesem Herbst ein wenig loslassen?
Wo darf ich langsamer werden?
Wo darf ich mir erlauben, nicht immer funktionieren zu müssen?

Ayurveda betrachtet den Menschen ganzheitlich. Ernährung, Tagesrhythmus, Bewegung, Schlaf, Ölmassagen und bewusste Lebensgestaltung gehören dabei zusammen.

Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Es geht vielmehr darum, die eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen.

Vielleicht beginnt das mit einer warmen Mahlzeit. Vielleicht mit einem Spaziergang. Vielleicht mit einem Abend, an dem du bewusst keine weiteren Termine einplanst.

Oder mit einer Massage.

Die Frage ist nicht immer, was du noch alles tun kannst. Manchmal ist die wichtigere Frage: Was tut mir gerade gut?

Ein kleines warmes Ritual für zu Hause

Wenn du dir im Herbst etwas mehr Wärme schenken möchtest, kannst du ein einfaches Ritual ausprobieren.

1. Wärme schaffen

Mach es dir gemütlich. Eine Decke, warme Socken oder eine Tasse Tee können schon dazu beitragen, dass du dich wohler fühlst.

2. Ein geeignetes Öl sanft erwärmen

Wenn du ein Körperöl verwendest, das für die äußerliche Anwendung geeignet ist, erwärme eine kleine Menge vorsichtig. Das Öl sollte angenehm warm und niemals heiß sein.

3. Deinen Füßen Aufmerksamkeit schenken

Massiere deine Füße langsam und mit sanften Bewegungen. Du brauchst dafür keine komplizierte Technik.

Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, dir Zeit zu nehmen und die Berührung bewusst wahrzunehmen.

4. Nachspüren

Bleib anschließend noch einen Moment sitzen oder liegen. Leg das Handy beiseite und gönn dir ein paar ruhige Minuten.

Vielleicht stellst du fest, dass du gar nicht mehr gebraucht hast.

Wichtig: Prüfe vor der Anwendung die Inhaltsstoffe des Öls und achte auf mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten. Bei Unsicherheit solltest du auf die Anwendung verzichten oder fachlichen Rat einholen.

Wärme ist manchmal eine Form von Selbstfürsorge

Wenn draußen der Wind stärker wird und die Temperaturen sinken, dürfen wir uns selbst vielleicht ein bisschen mehr Wärme schenken.

Nicht nur körperlich, sondern auch im übertragenen Sinne.

Wärme durch Berührung.

Wärme durch Ruhe.

Wärme durch gutes Essen.

Wärme durch Menschen, bei denen wir uns wohlfühlen.

Und Wärme durch kleine Momente, die uns daran erinnern, dass wir nicht nur funktionieren, sondern auch für uns selbst sorgen dürfen.

Für mich ist Ayurveda deshalb weit mehr als eine Sammlung von Rezepturen oder Massagetechniken. Es ist eine Einladung, wieder genauer hinzuhören.

Was brauche ich gerade?

Vielleicht lautet die Antwort heute: eine warme Decke, eine Tasse Tee, ein ruhiger Abend oder eine ayurvedische Massage.

Manchmal braucht es gar nicht viel.

Möchtest du Dhanvantaram Thailam selbst erleben?

Ich verwende Dhanvantaram Thailam besonders gerne bei meinen ayurvedischen Massagen in der kühleren Jahreszeit.

Wenn du eine ayurvedische Fußmassage oder Bauchmassage ausprobieren möchtest, bist du herzlich eingeladen.

Vielleicht ist dieser Herbst genau der richtige Zeitpunkt für eine kleine Pause. Für warme Hände, warmes Öl, achtsame Berührung und einen Moment, der nur dir gehört.

Du findest meine Massageangebote und die Möglichkeit zur Online-Buchung auf meiner Website unter vitalize-me.de.

Wenn du Fragen hast, melde dich gerne direkt bei mir.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Häufige Fragen zu Ayurveda im Herbst

Was bedeutet die Vata-Zeit im Ayurveda?

Im Ayurveda wird der Herbst traditionell mit Vata in Verbindung gebracht. Vata steht für die Elemente Luft und Raum und wird mit Eigenschaften wie Leichtigkeit, Bewegung, Trockenheit und Kühle beschrieben. Traditionell wird deshalb empfohlen, in dieser Jahreszeit Wärme, Ruhe, Regelmäßigkeit und nährende Elemente in den Alltag zu integrieren.

Warum sind Ölmassagen im Ayurveda beliebt?

Ölmassagen gehören zu den traditionellen Anwendungen des Ayurveda. Besonders in der Vata-Zeit werden warme Öle traditionell eingesetzt, um den Qualitäten von Kälte und Trockenheit Wärme und Öligkeit entgegenzusetzen. Eine Massage kann zudem eine wohltuende Möglichkeit sein, zu entspannen und den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen.

Was ist Dhanvantaram Thailam?

Dhanvantaram Thailam ist ein traditionelles ayurvedisches Kräuteröl. Je nach Rezeptur enthält es unter anderem Sesamöl, weitere Bestandteile wie Kuhmilch sowie verschiedene Kräuter und Wurzeln. Im Ayurveda wird es traditionell insbesondere im Zusammenhang mit Vata und dem Bewegungsapparat verwendet.

Was ist Padabhyanga?

Padabhyanga bezeichnet die traditionelle ayurvedische Fußmassage mit Öl. Sie gehört zu den Anwendungen der ayurvedischen Selbstfürsorge und wird traditionell besonders mit Vata in Verbindung gebracht.

Wie fühlt sich Dhanvantaram Thailam auf der Haut an?

Das persönliche Empfinden kann unterschiedlich sein. Bei meinen Massagen erlebe ich das Öl als weich, geschmeidig und angenehm zu verteilen. Auch eine Klientin beschrieb es während einer Behandlung als samtweich und angenehm. Der Duft ist aus meiner Erfahrung dezent kräuterig.

Kann ich Dhanvantaram Thailam selbst anwenden?

Das hängt von der konkreten Rezeptur und dem jeweiligen Produkt ab. Prüfe vor der Anwendung, ob das Öl zur äußerlichen Anwendung geeignet ist und welche Inhaltsstoffe es enthält. Bei bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten ist besondere Vorsicht geboten. Bei gesundheitlichen Beschwerden ersetzt eine Massage keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Bezugsquelle für das Öl

Ich beziehe dieses Öl bei Rosenberg Ayurveda, Birstein. 

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Carola

Ayurveda-Expertin & Gründerin von Vitalize-me.

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