Angewandte Ayurveda Psychologie: Meine Reise zum Practitioner

Warum ich als ein anderer Mensch nach Hause gekommen bin.

Eigentlich wollte ich nach Schloss Vietgest fahren, um etwas Neues zu lernen.

Heute weiß ich: Ich bin nicht nur mit neuem Wissen nach Hause gekommen. Ich bin mit mehr Vertrauen, mehr Leichtigkeit und einer tiefen Dankbarkeit zurückgekehrt.

Während ich diese Zeilen schreibe, fällt es mir noch immer schwer, die richtigen Worte zu finden. Manche Erfahrungen lassen sich nicht erklären. Man kann sie nur fühlen.

Diese Ausbildung war für mich weit mehr als eine fachliche Weiterbildung.

Sie war eine Reise zu mir selbst.

Was ist Angewandte Ayurveda Psychologie?

Viele Menschen verbinden Ayurveda mit Ernährung, Kräutern, Massagen oder Yoga. Doch Ayurveda ist so viel mehr.

Die jahrtausendealte Gesundheitslehre betrachtet den Menschen als Ganzes: Körper, Geist und Bewusstsein sind miteinander verbunden.

Unsere Gedanken beeinflussen unseren Körper. Unsere Gefühle wirken auf unsere Gesundheit. Und unser Körper erzählt oft eine Geschichte, lange bevor unser Verstand sie versteht.

Die Angewandte Ayurveda Psychologie verbindet dieses Wissen mit modernen Coachingmethoden und Persönlichkeitsentwicklung.

Sie hilft dabei, unbewusste Muster zu erkennen, innere Zusammenhänge besser zu verstehen und die eigenen Ressourcen wiederzuentdecken.

Dabei geht es nicht darum, Menschen zu verändern oder zu reparieren.

Es geht darum, sich selbst wieder näherzukommen.

Diese Reise begann schon vor vielen Jahren

Während der Heimfahrt wurde mir plötzlich bewusst:

Diese Ausbildung begann nicht erst auf Schloss Vietgest.

Sie begann vor über zehn Jahren.
Mit meiner ersten Begegnung mit Yoga.
Mit Ayurveda.
Mit jeder Weiterbildung.
Mit jeder Herausforderung.
Mit jeder Erfahrung, die mich wachsen ließ.

Heute erkenne ich, dass all diese Schritte mich genau hierher geführt haben.

Einer meiner wichtigsten Momente: meiner Angst begegnen

Während dieser Ausbildung bin ich meiner eigenen Angst begegnen.

Nicht der Angst vor dieser Ausbildung. Dafür hatte ich mich bereits vor über einem Jahr voller Freude angemeldet.

Es war eine andere Angst.
Die Angst, die alles durchdenkt.
Die vorausplant.
Die immer wissen möchte, was passieren könnte.
Was ist, wenn …?
Bin ich vorbereitet?
Habe ich an alles gedacht?

Diese Stimme kenne ich gut.
Sie möchte mich schützen.
Sie möchte Sicherheit schaffen.

Und gleichzeitig weiß ich: Genau dadurch habe ich mir manchmal auch schöne Erfahrungen genommen.

Ich reise mit viel zu großem Gepäck.
Ich überlege Situationen lieber mehrfach.
Manches vermeide ich lieber ganz.

Während eines Coachingformats durfte ich dieser Angst begegnen.
Nicht nur mit meinem Verstand.
Sondern mit meinem Körper.
Wo sitzt diese Angst?
Wie fühlt sie sich an?
Welche Farbe hat sie?

Und plötzlich war da nicht mehr einfach „meine Angst“.
Das ist ein Teil von mir.
Ein Teil, der mich viele Jahre beschützt hatte.

Und dann geschah etwas, das ich kaum beschreiben kann.
Es war, als hätte dieser Teil nur darauf gewartet, dass ich ihn loslasse.
Er lief einfach davon.
Nicht traurig.
Nicht schwer.
Sondern wie ein Kind, das endlich spielen gehen darf.

Dank meines Coaches, habe ich mich bedankt, obwohl ich das erst gar nicht wollte. Doch auch das war ein wichtiger Schritt. Danke für alles, was dieser Anteil für mich getan hatte.

Und danach stellte sich umgehend ein unglaublich leichtes Gefühl ein.
So leicht, dass ich heute tatsächlich nach Fernreisen schaue. Mein Mann ist etwas irritiert. Ich freue mich einfach.

Wenn Erkenntnisse sichtbar werden

Ein weiterer Moment hat mich tief bewegt.

Bastian Wittig führte verschiedene Coachingformate live mit Teilnehmerinnen aus unserer Gruppe durch.

Wir saßen dabei und beobachteten, wie etwas in Bewegung kam.

Erinnerungen, Gefühle, Körperwahrnehmungen, Erkenntnisse.
Es war fast wie ein Film. Nur live.

Und ich durfte etwas Wichtiges lernen:
Wir müssen nicht sofort Lösungen finden.
Auch wenn ich selbst dazu neige, schnell nach einer Lösung zu suchen.
Jeder Mensch trägt seinen eigenen Weg bereits in sich.
Manchmal müssen wir nur die richtigen Fragen stellen und den Raum geben, damit die eigene Antwort entstehen darf.

Wann hast du zuletzt einfach losgelassen?

Diese Frage nehme ich aus dieser Woche mit:

Wann hast du zuletzt wild getanzt? Laut gesungen? Einfach gemacht, ohne darüber nachzudenken, was andere denken könnten?

Ich durfte genau das erleben.
Es gab kein Muss. Niemand musste mitmachen. Aber ich dachte: Wenn nicht jetzt – wann dann?
Ich tanzte, sang und ließ los.

Und irgendwann öffnete ich meine Augen.
Vor mir: Natur, grüne Bäume, Wasser und ein Reh. Dieser Moment war unbeschreiblich.
Ich war einfach da, ganz im Augenblick. Und ich dachte: Ich bin hier. Ich bin am Leben.

Gold auf dem Herzen

Jeder Morgen begann mit einer Meditation.

Doch diese Meditationen waren anders als alles, was ich bisher erlebt hatte.

Bastian integrierte Marmapunkte in die Meditation. Punkte am Kopf, an der Stirn und am Bauchnabel. Als Marmatherapeutin hat mich das natürlich besonders berührt.

Und dann kam dieser Moment:
Wir meditierten mit Gold auf unserem Herzen. Ja, wirklich. Gold.

Ich kann kaum beschreiben, wie sich das angefühlt hat.

Es war eine Wärme, die ich nicht nur auf der Haut gespürt habe, sondern tief in meinem Körper. Gold. Licht. Ein innerer Glanz.

Stell dir vor, du trägst dieses Gold auf deinem Herzen.
Nicht als Schmuckstück. Sondern als Gefühl. Als Erinnerung daran, dass etwas Wertvolles bereits in dir ist. An dein eigenes Licht.

Ich saß dort und dachte:
Wie schön ist das?
Genau dafür bin ich unglaublich dankbar.

Ein Ort, der diese Erfahrungen getragen hat

Auch Schloss Vietgest selbst hat diese Tage geprägt.

Es war nicht einfach nur ein Ausbildungsort. Sondern ein Ort zum Ankommen. Mit Stille, viel Raum, wundervoller Natur.

Nach intensiven Momenten einfach nach draußen zu gehen, tief durchzuatmen und nur zu sein – das hat diese Woche besonders gemacht.

Miriam Hager hat mit viel Liebe einen Ort geschaffen, an dem Menschen sich willkommen fühlen dürfen.

Gemeinsam mit Karim El-Fechtali hat sie einen Raum entstehen lassen, der getragen war von Herzlichkeit.

Karim begleitete uns mit seiner fröhlichen Art und seiner Kochkunst.

Die gemeinsamen Mahlzeiten auf der Terrasse mit Blick in die Natur waren kleine Inseln im Alltag. Denn wir saßen zusammen, tauschten uns aus. Wir lachten. Wir ließen die Erfahrungen nachwirken.

Vielleicht sind es genau diese einfachen Momente, die einen Ort unvergesslich machen.

Ich bin mir sicher, dass alles genau so empfunden haben. 
Als ich kam war es ein Schloß, wie es so viele in der Gegend gibt. 
Als ich fuhr hatte dieser ganze Ort genauso etwas mit der Ausbildung und der Wandlung zu tun.  Und so bleibt der Name Vietgest verbunden mit diesen besonderen Gefühl. 

Und was hat das alles mit Schraubgläsern zu tun?

Bastian hat in dieser Woche immer wieder gefragt:  „Was nimmst du mit in deinen Alltag? Woran erkennt man, dass sich etwas geändert hat?“

Manches lässt sich nicht sofort in Worte fassen. Aber manches zeigt sich erstaunlich schnell.

Bei mir war es ausgerechnet meine Küche:
Ich stand vor einem Regal voller Schraubgläser. Du kennst sie bestimmt auch – diese Gläser, die man aufhebt, weil sie irgendwann bestimmt noch einmal nützlich sind.

Ich hatte ungefähr 48 davon. Natürlich alle aus gutem Grund aufgehoben. Schließlich sind sie praktisch.

Während ich sie anschaute, musste ich plötzlich lächeln. Loslassen beginnt nicht immer mit den großen Themen. Manchmal beginnt es mit einem Schraubglas. Also habe ich aussortiert.

Heute stehen noch sechzehn im Regal. Und weißt du was? Das fühlt sich richtig gut an.

Vielleicht klingt das nach einer Kleinigkeit. Für mich war es das nicht.

Es war ein erster Schritt, das Gefühl von Klarheit und Leichtigkeit aus dieser Ausbildungswoche mit nach Hause zu nehmen.

Veränderung beginnt oft nicht mit einer großen Entscheidung.

Sondern mit einem kleinen Moment, in dem wir uns fragen:

„Brauche ich das wirklich noch?“

Und manchmal gilt diese Frage nicht nur für Dinge.

Danke, liebe Antje

Ein besonderer Dank gilt meiner Buddy Antje.

Sie war vom ersten Tag an an meiner Seite. Nicht nur mit Worten, sondern mit echter Präsenz. Sie spürte, wenn etwas in Bewegung war, hörte zu und war da.
Für Gespräche, eine Umarmung, gemeinsames Schweigen, zum Auffangen und Aufmuntern.

Aus einer zunächst fremden Person wurde innerhalb ganz kurzer Zeit eine wertvolle Wegbegleiterin.

Danke, liebe Antje, dass du diesen Weg mit mir gegangen bist.

Was diese Ausbildung für meine Arbeit bedeutet

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen mit Marmatherapie, Yogatherapie, Ayurveda und inzwischen auch mit der Lomi Lomi Massage.

Dabei erlebe ich immer wieder: Der Mensch ist mehr als sein Körper.

Hinter Verspannungen, Erschöpfung oder Schmerzen liegen manchmal Geschichten, die gesehen werden möchten.

Diese Ausbildung hat meinen Blick noch einmal erweitert.

Ich möchte Menschen nicht reparieren.
Ich möchte einen Raum öffnen.
Einen Raum, in dem Gefühle sein dürfen.
Einen Raum, in dem wir verstehen können, was unser Körper uns sagen möchte.
Einen Raum, in dem wir uns selbst wieder begegnen.

Für mich ist genau das gelebter Ayurveda.

Was bleibt

Diese Ausbildung hat mir viele Erkenntnisse geschenkt.

Dass jeder Mensch seinen eigenen Weg geht.

Dass wir keine Antworten vorgeben müssen.

Dass der Körper mit uns spricht, wenn wir bereit sind zuzuhören.

Dass wir uns gegenseitig tragen können.

Und dass wir alle im Kern liebevolle Wesen sind.

Wir müssen uns nicht verletzen.

Wir dürfen uns zuhören.

Wir dürfen uns bestärken.

Wir dürfen sein, wer wir wirklich sind.

Von Herzen Danke

Mein tiefster Dank gilt Bastian Wittig, der diese Ausbildung mit so viel Klarheit, Wissen und Menschlichkeit geschaffen hat.

Danke an Madeleine Dröge und Danny Arnold für eure liebevolle Begleitung und eure Präsenz.

Danke an Miriam Hager und Karim El-Fechtali, die Schloss Vietgest zu einem Ort gemacht haben, an dem wir uns willkommen und getragen fühlen durften.

Danke an Antje.

Und danke an jeden einzelnen Menschen unserer wunderbaren AAP-2026-Gruppe.

Ihr alle habt diese Zeit zu etwas gemacht, das weit über Worte hinausgeht.

Und so bleibt …

Ich bin nach Schloss Vietgest gefahren, um etwas Neues zu lernen.

Ich bin mit viel mehr nach Hause gekommen – mit Vertrauen, mit Klarheit, mit Liebe und mit der Gewissheit:

Veränderung beginnt dort, wo wir den Mut haben, uns selbst ehrlich zu begegnen.

Wenn dich dieser Artikel berührt hat und du mehr über Ayurveda, persönliche Entwicklung und kleine Impulse für mehr Balance im Alltag erfahren möchtest, lade ich dich herzlich ein, Teil meines Newsletters zu werden.

Dort teile ich meine Erfahrungen, neue Blogartikel und Inspirationen, die dich auf deinem eigenen Weg begleiten dürfen.

Ich freue mich, wenn du dabei bist.

Von Herzen.

Carola

Ayurveda-Expertin & Gründerin von Vitalize-me.

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